Shabby Chic, Vintage und mehr.


Sonntag, 19. November 2017

Wachs in meinen Händen


In dieser dunklen Zeit sind wir besonders empfänglich für den Zauber der Kerzen.
Eine Flamme fordert Aufmerksamkeit...sie ist lebendig,
 ein Ursymbol der Menschheit, Wärme und Licht zu verbreiten.
Gerade am späten Nachmittag freue ich mich über diesen Schein,
 der nicht nur beruhigende Helligkeit verbreitet,
 sondern auch eine gewisse Stille und Eintracht.
 
Kerzen,
früher aufwendig Schicht für Schicht gezogen, 
sind nun überall erhältlich in allen Farben, Größen und Formen.
 
Aber damals war aufwendige Handarbeit notwendig.
Da wanderte ein langer Docht, gespannt zwischen zwei Walzen, 
gemächlich durch eine Wanne mit flüssigem, heißen Wachs.
Ausgehärtet, begann dieser Vorgang von Neuem. Schicht für Schicht.
Gegossen wurden Kerzen mit besonderen Formen.
Manche wurden aufwendig mit Ölfarben bemalt.
Viele kleine Arbeitschritte sind erforderlich wenn Wachszieher am Werk sind.
Diese Manufakturen sind nur mehr spärlich zu finden,
denn dieser Prozess braucht Zeit.
 

All das konnte ich nachlesen, aber für die Herstellung von Wachskränzen, 
die früher für Hochzeiten und besondere Anlässe hergestellt wurden, 
habe ich noch nichts entdeckt.
 
Leider, denn alte Herstellungmethoden interessieren mich sehr.
Was tun, wenn man nichts findet?
Ausprobieren, tüfteln und wieder versuchen.
Das mache ich leidenschaftlich gerne, auch wenn mich dieses Jahr sehr gebremst hat.
Ich probiere und entdecke noch immer neues Altes.
Genauso ist es mir mit den Wachskränzen ergangen.
Da habe ich ausprobiert,
so manches verworfen und wieder neu gestaltet.
Meine Fingerkuppen tolerierten so einige Verbrennungen und beim Halten 
der kleinen Drähten wäre ich sogar eingenickt, es braucht halt seine Zeit.
Kein Wunder, dass für antike wunderbare Wachsgebilde ein stolzer Preis zu zahlen ist.
Meine  Ergebnisse und auch die noch folgenden Exemplare, 
werden nie diesen filigranen Wunderwerke heranreichen,
 aber ich bin fürs Erste zu frieden und meinen Finger auch.
Zum Dahinschmelzen schön, finde ich diese Arbeiten.
 
 
Wachsplättchen und kleine Kerzenstummel habe ich gesammelt 
und sie anfangs im Wasserbad, später,
so wie hier, über einem Stövchen langsam erhitzt.
Sind die Dochte entfernt und das Wachs flüssig,


werden zugeschnittene Drahtstengel eingetaucht. 
Nach dem Tauchvorgang antrocknen lassen und in dieser Reihenfolge bearbeiten, 
bis sie die gewünschte Dicke erreichen.  

 
Diesmal habe ich Blätter dazu verwendet, das nächste Mal möchte ich nur Wachsperlen binden.

 
 
 
Hat eigentlich gut funktioniert.
 
Deshalb steht die vorweihnachtliche Zeit bei mir unter einem guten Stern.
 Nicht Blüten, sondern Sterne erhoben sich aus dem Wachs.

 
Mit Wachs gezaubert und aus dem Spiel mit den Flammen,
 habe ich nicht nur Knospen und Perlen entstehen lassen, nein auch Sterne.
 
 
 
Besser gesagt, sie wurden getauft. 
Sie sind empfindlich heiß, diese Drähte und 
deshalb übergieße ich sie in Zukunft lieber mit einem Löffel,
 oder wie hier mit einer Bleigießkelle.

 


Nichts ist vor mir sicher.
Wahrscheinlich hat mir das Wachsen ein gewisses Süchtigkeitsgefühl vermittelt.
Ich habe sogar Kronen und alte Kugeln gewachst.

 

Muss sagen dieses Wachsen gefällt mir, wobei ich
das Wachsen von Haaren lieber umgehe.
Da verbrenne ich mir lieber ein paar Fingerkuppen.


So zart  und unscheinbar schmücken sie unser Örtchen,

Vielleicht,..... bestimmt, erarbeite ich mir eine Sternschnuppe, 
die mir, wenn ich die Augen schließe, einen Wunsch ermöglicht.
Einen Wunsch, der alle ereichen soll.
 Der Gesundheit, Zufriedenheit und Menschlichkeit mit sich bringt.
Denn liebe Worte haben noch nie jemandem geschadet.
So wie eure wunderbaren Worte, die ihr letztes Mal an mich geschrieben habt.
Sie waren unsagbar wichtig für mich.
 Sie verwandeln so manchen Kerzenschein in ein Märchen.
 
Danke!
Eure Manuela,
die sich bemüht, euch zu besuchen.
 
PS: Bevor ich es vergesse, möchte ich euch noch einen kleinen
Vorgeschmack auf nächste Woche geben, denn am 27.11.2017
startet die 2. österreichische Weihnachts-Homebloggertour
und ich bin wieder mit dabei. 
Hier schon ein aktuelles Bild und dazu der Link für die Tour
 vom letzten Jahr, quasi als kleine Einstimmung:
http://eswareinmal-by-mkm.blogspot.co.at/2016/11/ein-hauch-von-weihnachten.html


Montag, 23. Oktober 2017

Ein Stück Weg, um Vergangenes wertzuschätzen und das Gute weiterleben zu lassen.


Hallo !
Es ist gar nicht so leicht, nach so langer Zeit die Worte zu finden, die nötig wären,
 um euch meinen Abstand zum Bloggen zu erklären.
Trotzdem möchte ich es versuchen.
Stellt euch den Alltag ( passend zur jetzigen Jahreszeit) als großen Kürbis vor.
Diesem schneidet ihr einen Deckel ab, höhlt in aus und legt den Deckel zur Seite.
Arbeit, Familie, Schule und das nähere Umfeld in circa 3 cm breite Stücke schneiden
und das Unwichtige daraus entfernen, so dass genug Platz für etwas eigenen Freiraum bleibt.
Für die weitere Fülle den Tagesablauf 
ebenfalls in gröbere Stücke schneiden und in Glückgefühl einweichen.
Gut ausdrücken und mit den restlichen Stücken in eine Schüssel geben.
Sorgen und Ängste schälen (Achtung kann in den Augen brennen) und fein würfeln.
Mit viel Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit würzen 
und in unsere Alltagsschüssel füllen.
Deckel drauf und ab in die heißen Umarmungen des Lebens. 
Langsam schmoren lassen, bis es leicht gebräunt ist. 
Als Abschluss mit einer großen Portion Glück würzen. 
Voila, fertig ist ein wunderbarer Lebensabschnitt.
Wie für mich geschaffen !
Mein geliebtes, reicherfülltes Leben.
Dennoch ist heuer bei der Rezeptur einiges durcheinander geraten,
 wurde falsch gewürzt und viel zu lange gebraut.
Was blieb, ist ein  bitterer Nachgeschmack.
All das schaffte es, mich überfordert zu fühlen und mich zurückzuziehen.
Nicht nur vom Bloggen.
Mir fehlte ein großer Teil meiner Muse,
 kreativ zu sein und die Kraft, ordentliche Zeilen zu tippen.
All das was mir viel Freude bereitet hat.
Wie das Alte, mit dem ich mich seid meiner Kindheit gerne umgebe, 
habe ich dieses Jahr einiges an Patina und Schrammen dazu gewonnen.
Wie die Natur, die sich nun zurück zieht, 
um zu gegebener Zeit wieder mit neuer Kraft alles zum Neuen zu erwecken, 
möchte auch ich es aber nun wieder versuchen.
Ich rücke die Stolpersteine des Lebens ein bisschen zur Seite
 und zeige euch einen kleinen Rückblick der vergangenen Monate.
Diese waren immer wieder mit leuchtenden Ereignissen gespickt,
 die mich glücklich gemacht und bestätigt haben. 
An erster Stelle meine fantastische Familie, sowie liebe Persönlichkeiten und Freunde, 
die mich so nehmen wie ich bin und gedenke zu bleiben.
Heuer errichteten wir uns einen neuen Bogen, nachdem unser Alter förmlich zusammenbrach.
Standhaft und einladend begrüßt er uns nun jeden Tag.




Jede Gelegenheit nutzen wir,
um die einzelnen Bäume zu betrachten und nicht nur den ganzen Wald.


Wir steckten neue Ziele



 Bemerkten eine neue Vielfalt von Wegen


die einiges an Balance verlangten.

 
Aber besser sind, als immer den Kopf hinzuhalten.

Kraftorte


und  Wege der Liebe zu finden, ist nicht immer leicht,
 aber nötig, sonst verliert man unter Umständen den Boden.


Halt und Nährstoffe fürs Überleben geben die Wurzeln.
Vielleicht sammle ich auch deswegen gerne diese Boten des Lebens.
Immer und überall stoße ich auf sie.





Bingen sie uns doch vieles, was heiß begehrt wird.


Nahrung, saubere Luft und wunderbare Schönheiten der Natur.


Fest verankert,
kann man manchem Sturm trotzen.
Deshalb ist Achtung  und eine gewisse Pflege von Nöten.

 Rückhalt bekam ich von meiner Familie und Freunden, die mich aufmunterten,


meinen Weg zu gehen.
Diesen habe ich zu verdanken,
 dass wir heuer in zwei tollen Zeitschriften zu sehen waren.
In der Liefde voor Brocante


und in der Casa e Deco Shabbystyle 


Dafür möchte ich mich nochmals herzlichst bedanken.
Weiters bauten wir uns einen neuen Rückzugsort.


Aus alten, lagernden Türen, versperrten wir endlich die Sicht auf Nachbarsauto,
das sage und schreibe schon seid über 20 jahren auf diesem Platz steht.
Ich bin fasziniert von Lost Places, aber das ist mehr ein trauiger, verwahrloster Platz ohne Flair.
Dank meines persönlichen Heimwerkers haben wir es geschafft,


 einen gemütlichen Platz entstehenzulassen.
Dafür bekam er eine promte Belohnung.
 Ja für ein Küsschen tut er fast alles. :)
Heuer betonierten wir ohne Ende.
Da blieb es auch nicht aus, dass einige Kürbisse entstanden.
 
 Bunt gemischt,
 
 
in allen Größen und Farben.
 

Ein wenig Farbe bekam auch der Küchenboden.
 

 Mittels einer selbstangefertigten Schablone
 zeichnete ich mit Bleistift die Konturen nach,
 um sie dann auszumalen.

Sieht gar nicht so schlecht aus, finden die Meinen.


 Nun aber ist bei uns wieder die Zeit gekommen,
 wo wir das Hexenhafte in uns befreien 


uns auf die Besen schwingen 
und in manche Ecken 
das Gruseln hervorzaubern.

 
Ein langer Post.

Ein Post, um allen Danke zu sagen,
die mit mir wieder ein Stück des Weges gegangen sind.
Ich probiere die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
und nehme mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann
und hoffentlich besitze ich auch die Weisheit,
um das eine vom anderen zu unterscheiden.
Danke!

 Ich freue mich schon auf die neuen Pfade, die ich mit euch erforschen darf.

Eure
Manuela

Samstag, 15. April 2017

Betriebsanleitung fürs Leben? Eher für tönerne Amphoren. Frohe Ostern meine Lieben !



Sorry, ich humple schon wieder meinem gewollten Blog hinterher.
Bevor der Osterhase aus seinem Versteck hoppelt,
wollte ich mich aber doch noch blicken lassen.
Ich habe tatsächlich geglaubt, es diesmal regelmäßiger zu schaffen, wie früher auch.
 Hahahaha, falsch geglaubt.

Irgendwann merkt man, dass es fürs Leben keine Betriebsanleitung gibt
und das Wörtchen Stress will ich gar nicht in den Mund nehmen.
Denn dieser gehört scheinbar zum heutigen Leben, wie die Luft zum Atmen.
Je mehr umso besser! Zeigt er nicht an, wie oft man gebraucht wird,
wie unabkömmlich und wertvoll man für einige ist?
Ich finde er soll zu keinem Modetrend mutieren,
 sondern ein Ausnahmezustand für gewisse Momente bleiben.
Deshalb komme ich erst jetzt zum Bloggen, das für mich etwas Schönes bedeutet
und um Himmelswillen, mit Ruhe und Muse an euch gesendet werden will.

Als erprobtes Muttertier, nach 25 Jahren, 7 Kindern und 23 Tageskindern
müsste ich eigentlich alles mit dem kleinen Finger schaukeln.
Doch weit verfehlt.
Ich weiß natürlich, dass ein Kennenlernen
Einfühlungsvermögen, Ausdauer und Gelassenheit mit sich bringt,
doch nach zwei Jahren Abstinenz von Kleinstwesen,
wurschtle ich mich durch manche Stunden mit einer zuckersüßen Maus auf den Hüften
(runter will sie selten) und ihren zwei Lieblingsliedern auf den Lippen. 
Da bleibt einiges auf der Strecke, nur der Kilometerzähler läuft und läuft.....

Deshalb werde ich sicher auch in nächster Zeit mehr geisterhaft, als sichtbar
 durch eure Blogs schweben und bei meinem, wie eine lahme Ente nachhumpeln,
weil ich mich nicht im Getümmel rundum mich herum verlieren will.

Bis zu einem gewissen Teil hat man das wohl selbst in der Hand,
doch für meine Projekte benötige ich Zeit und nur im Vorbeigehen geht nichts voran.

Da mache ich es lieber wie die Kleinkinder, die ihre Geschwindigkeit ihren Umfeld anpassen,
 sich an jedem Steinchen, Regenwürmchen....und Schneckchen erfreuen
und die sich die Zeit nehmen, sie zu bewundern.
Solche Spaziergänge lernen einem, die Umwelt bewusst wahrzunehmen
 und jeden Schritt einzeln zu setzen.
Und das probiere ich.

Bitte entschuldigt meine Verzögerungen und meine verspäteten Besuche.
Ihr und mein Blog seid mir sehr wichtig!
Danke!!!!


Heute kann ich euch mein letztes Projekt zeigen,
wie aus tönernen, angeschlagenen Amphoren,
Betonschönheiten geworden sind, mit dem Vorteil,
dass sie nun robuster und witterungsbeständiger Moos ansetzen können.

Fleißig mit Fliesenkleber einpinseln.
Risse und Sprünge gut bedecken

Auch innen nichts auslassen !!!

Nach dem Trocknen könnt ihr sie bearbeiten.



Ich habe ihnen schon mit Flechten , die ich von alten Ästen geschabt habe,
einen moosigen Eindruck verleihen,
 indem ich sie einfach ihn den Anstrich hinein gearbeitet habe.
 Bis jetzt haften sie prima.

Mit den Farben  grau und grün, die Strukur nach eigenem Geschmack herausarbeiten.

 
Und bald steht eine zwar frisch herausgeputze, aber würdig gealterte Amphore vor euch.




Ich wünsche euch ein wunderschönes Osterfest und behaltet eure Leidenschaft,
Träumen eine Gestalt zu geben.

Eure Manuela