Shabby Chic, Vintage und mehr.


Samstag, 5. März 2016

Tres magnifique - unser neues Örtchen 3.0


Meine Lieben, es hat ein bisschen länger gedauert als gedacht,
 unser kleines Örtchen zu verwandeln.
Vor meinem inneren Auge sehe immer schon 
meine gewünschten, anmutigen, schlichten Räume, 
angefüllt mit unseren gesammelten Schätzen, die uns ausmachen.
Wenn ich schon als Kind gerne Vater - Mutter - Kind gespielt habe
 und dabei unsere Waldbauten oder diverse Deckenzelte verschönert habe,
so hat sich in der langen, langen Zeit bei mir nicht viel verändert .
Immer noch liebe ich es, Räume zu verschönern und
 stets halte ich Ausschau nach den kleinen,feinen Dingen, 
die mein Herz höher schlagen lassen. 
Doch auch ich muss lernen, zu warten bis die Farben trocknen, 
oder wenn manche Sachen nicht so laufen, wie ich es gerne möchte.
Da nützt mir kein Haare raufen und auf den Boden werfen, da muss auch ich durch. 
Eine Predigt die ich meinen Kindern unter die Nase reibe und da bin ich keine Ausnahme :(
Man nehme sich nur die Vogerl zum Vorbild, 
die stundenlang, emsig und geduldig,
 ihr Nesterl bauen .
So bin ich auch ans Ziel gelangt, mit Hilfe meines unermüdlichen Schatzes.
 Meine, nun weiß gehaltene Farbpracht, die uns hoffentlich Lichtsparen hilft,
wird durch eine Palette von Naturtönen geerdet.
Mensch Mum jetzt brauchen wir eine Sonnenbrille fürs Klo gehen!
Ja, diese Hürden bei der Verwandlung mussten überwunden werden, genauso
die Bemerkung, dass mein sorgfältig überarbeiteter Klobürstenhalter,  
einen Anblick erzeugte, der keine Besuche im Örtchen mehr ermögliche. 
Also den Effekt überarbeiten, sonst hört das Schlangenstehen vor der anderen Toilette nie auf. 
Ja, letzte Woche wurde ein wichtiger Raum zur Sperrzone ausgerufen und jeden Tag
erreichten mich unzählige Anfragen: wann ich endlich fertig wäre.
Jetzt ist es sooooo weit, 
unser neues vintage gehaltenes Plätzchen,
 für notwendige Auszeiten.
  Unser grüner Bereich während seiner Behandlung.



 Langsam aber doch verschwanden langzeitige Begleiter.
Wir wollten ein größeres Waschbecken und mehr Lebendigkeit durch alte Schönheiten, 
die mit Rost und Patina gezeichnet sind.
Unser Rundgang ums Haus erfüllte einen Teil unserer Wünsche. 
Ein Tischgestell, deren Platte gebrochen war,
 ein versteckter rostiger Pausbackenengel, auf der Suche nach einer neuen Herausforderung 
  und meine heißgeliebten Malerrollen, die 
auf ihren Einsatz an den Wänden warteten.
Ein Deckel geschmückt mit Ornamenten. 

Unterwegs noch neue Luster, die patiniert a la" Mea"´
( Mea´s Vintage hat dafür tolle Tipps für alle die es probieren wollen und noch nicht kennen.) 
 und nun ihr weiches Licht verströmen.
Diese Elemente verzauberten nun diesen Raum.
Alle diese Inspiration finde ich in der Natur,
 die mir auf die Sprünge hilft und mich stets begleitet.

Manchmal brauche ich keine Worte, da finde ich die Ruhe in den Bildern.
Sogar das alte Papierröllchen kommt wieder zu Ehren.
Das neue Röllchen hat ein Beschützerhäuschen erhalten,
aus einem alten Rahmen.

So siehst sie aus,
unsere neue Toilette.
Der Fliesenboden bekam einen weißen Anstrich und das hat gedauert. 
Mehrere Tage!
Das war die größte Geduldshürde für die ganze Familie.
Ihr wart super meine Lieben,
eure Mum dankt euch dafür.
Wie lange der Boden so bleibt, naja, jetzt habe ich eh Bilder von einem möglichen Zustand,
ansonsten heißt es für sie, "Bitte auf das andere Klöchen",
 dieses wird wieder für ein paar Tage gesperrt.

Ich strahle jedenfalls wie diese Luster. grins.
Auch den Kindern, die skeptisch dieser Verwandlung entgegen gesehen haben,
 konnte ich ein Aaaah und Oooooh entlocken.
Das freut mich umso mehr.
Nun wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende, 
auf dass ihr alles das tun könnt, was ihr euch vorgenommen habt.
  Eine liebe Umarmung an alle meine treuen Seelen 
und meinen neuen Leser.
Eure Manuela, 
der es eingeschossen ist und deshalb ein bisschen kürzer tritt .
Aber morgen werde ich mich ins Bloggerland stürzen und eure schönen Post besuchen.
Bis bald.
PS: Nachwort von Markus dem Handwerker:
Das Klo ist jetzt so sauber, dass man sich fast nicht mehr rein traut.
Schöne Sch........!

Freitag, 26. Februar 2016

Staubige Zeiten, pelzige Kränzchen und einen Gugelhupf für hungrige Mägen

 
 Die letzten zwei Tage waren Staubverhangen
 und noch immer finde ich Fliesenreste am Boden der Toilette.
Ich wollte schon viel früher den Hammer schwingen,
 doch anscheinend war die Zeit noch nicht reif dafür .
Diesmal habe ich nicht lange gezögert und denn Anfang gewagt.
Und was muss ich sagen, es wahr halb so schlimm.
Besonders die Kinder wollten sich nicht von der grünen  Farbe trennen,
die wir vor, sage und schreibe, 17 Jahren ausgesucht hatten. 
Und so klirrte und staubte ich einer neuen Toilette entgegen.
Neugierig gesellten sich, durch den Lärm angezogen, 
meine  Naseweiß zu mir und bettelten um Arbeit.
Probieren geht über studieren und deshalb lassen wir unsere Kinder,
 so weit es nicht gefährlich ist, gerne mithelfen.
 
 
Solange sie unter Zehn sind, ist der Andrang nach :"Ich möchte gerne helfen,
noch auf der oberen Skala zu finden, um später rapide in den Keller zu sinken.
 Keine Angst, ab einen gewissen Alter steigt sie wieder kontinuierlich. 
Sie stellten sich ja nicht schlecht an, meine beiden kleinsten Buben,
aber in diesem engen Raum wurde es mir bald zu bunt 
und ich suchte nach einer Lösung.
 
 Also Hammer weg und Weidenkätzchen  her.
 
 
Vom letzten Jahr runtergepellte, silbrig glänzende, pelzige Kätzchen,
 die ich nicht übers Herz brachte, wegzuwerfen, 
ließ ich von meinen Helferleins, auf ausgeschnittene Kartonringe kleben.
 
 
Nun kuscheln sich diese zarten weichen Köpfchen eng aneinander 
und sind eine hübsches Zierde für Ostern.


 
Meine gewünschteVerschnaufspause beim Arbeiten .
 Denkste, die sind einfach zu flott und nach dem Basteln gibts die Hungermasche.
 
 Zur Zeit schiebt nicht nur die Natur an, auch
  alle noch wachsenden Mitbewohner haben ein Loch im Magen.
 
 
Was die verdrücken können. Da komme ich nicht mit.
Wie Termiten fallen sie über alles Essbare her.
Eine kleine Abhilfe schafft am Wochenende eine Mehlspeise.
Da besitze ich ein simples Marmorgugelhupf-Rezept, 
das mehr hergibt als manch anderes.
 
 
Das ist so ein fantastischer, urgemütlicher, nostalgischer
" Großmuttersonntagskuchen."
 
Dieses Rezept, mein jahrelanger Begleiter durch das ganze Jahr,
hilft mir mit einmal anrühren, zwei schöne saftige Kuchen auf den Tisch zu stellen.
Was ihr Magen begehrt, ist meine Ruhe wert.
Hier könnt ihr das schriftliche Rezept
  und hier das Bild des gelungenen Mamorgugelhupfes sehen.
 

 


Einen verstaue ich in einer Dose, die ich vor kurzer Zeit erstanden habe.
Genau konnte mir keiner sagen, für welche Zwecke sie benötigt wurde.
Vielleicht weiß einer von Euch näheres?
 Sie hat am unteren Rand rundherum Löcher und unten ein Luftgitter, das genauso aussieht wie oben.







Ich könnte mir vorstellen,
das Dampf eine Rolle spielte.


 
 
 
 
Nun ebenfalls gestärkt, werkle ich auf unserer kleinen Baustelle fleißig weiter.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vielleicht kann ich euch schon das nächste Mal 
das neue Örtchen präsentieren.
   
 Ein wunderbares Wochenende wünsche ich euch meine Lieben
und danke für das Lächeln,
das mir eure so lieben Worte auf meinen letzten Post ins Gesicht gezaubert haben.
 
Bis bald eure Manuela

Freitag, 19. Februar 2016

Ein Stück vom Glück


Man kann es als Glück bezeichnen, dass ich heute in einem Wintergarten sitzen darf, 
meine Augen über verschleierte trübe Tag wandern lasse und Gutes darin finde.
Noch ein bisschen zögerlich, nichtsdestotrotz wird bald der Frühling uns seine gewaltige Kraft präsentieren und die Natur in allen Ecken wachkitzeln.
Und das macht mich glücklich.
 Ich mag es, wenn alles sich wieder zu recken und strecken beginnt,
wenn ein laues Lüftchen den Winterschlaf beendet und für Aufschwung sorgt.
"Wenn du glücklich sein willst - lebe."
So einfach ist die Lebenskunst nach Leo Tolstoi.
So unrecht hat er nicht.

Glücklich sein ist eins der Dinge, die sich zweifellos jeder vom Leben wünscht.
Auch ich strebe danach und das Wissen, dass nach dem Winter
die Sonne ihre wärmende Kraft zurückgewinnt, gehört dazu.
Mit all meinen Sinnen, erlebe ich die Höhen und Tiefen meinens Lebens.
Lasse jeden Moment davon, wie in einem Fluss dahin fließen.

Manchmal gluckert er entspannt durch meinen Alltag wie ein Bächlein,
um dann aus dem Nichts heraus,
zu einem gewaltigen Strom zu werden,
der alles herumwirbelt und wegzureißen droht.
In solchen Momenten tut es mir gut, einen Menschen um mich zu haben,
der mir hilft die Wogen zu glätten und mir spürbar
einen Mantel des Vertrauens um die Schulter legt.
 Mich liebt mit all meinen Macken.
Und die habe ich, meine Lieben und wie ich die habe.

Denn ist es bald 25 Jahre, dass die Liebe zu mir gekommen ist. 





Gemeinsam habe wir viel geschafft und durchgestanden,
Natürlich gibt es die Minuten, die nicht so gut sind wie die "Guten".
Doch dann gibt es die Augenblicke, da könnte ich vor Glück ersticken.
Wie zum Beispiel die ersten Schreie all unserer sieben Kinder.
Diese Augenblicke festzuhalten, 
   das ist die Kunst.
 Man muss sie fassen und mit beiden Händen festhalten und das mache ich .
Ich schließe sie ein, wie in einer Vorratsdose, wo die Erinnerungen
frisch bleiben und jederzeit zugänglich sind .

Denn die Wirklichkeit trägt oft ein graues Kleid,
wer aber genauer hinsieht, wird im Knopfloch eine Rose entdecken.
Und das passiert gerade hier und jetzt.
 Draußen ist es grau, aber ungeachtet dessen beginnt ein neuer Abschnitt.
Mit der wieder erwachenden Natur stellt sich auch bei mir die Lust ein, 
Eier für unseren Shop zu gestalten.
Letztes Mal haben sich die Ersten schon schön in die Schale geworfen.

Nun folgen kleine Wachteleier, in einem Nest aus Torf, gebettet in Stroh,
geschmückt mit Reisig, vertrockneten Hortensienblüten und fremden Federn.

Eben hat er angefangen, plötzlich ist er schon wieder halb vorbei.
Tzzzzzz, diese Tage haben es in sich.
Ich, meine Wunderbaren, möchte mich für Eure fantastischen, lieben Worte bei mir bedanken.
Das ist ebenso ein Quäntchen Glück für mich, das ich dann immer voll Freude aufsauge.

In diesem Sinne ein glückdurchwogenes Wochenende,
Eure
Manuela