Die Letzte der bunten Wände, ist unverkennbar mit uns verbunden.
In der Vergangenheit strahlte sie uns viele Jahre quietschtvergnügt
und Zitronenbonbongelb freudig entgegen.
So auch dieser Tage, ohne zu wissen, dass ihr letztes Stündchen geschlagen hatte.
Dieser kleine Raum ist seit dem Umbau vor vielen Jahren mit dem Örtchen eng verbunden.
Lediglich die Türe trennt sie.
Doch seit der Verwandlung des Klöchchens herrschte Stille.
Kein miteinander mehr, die Kluft war zu groß.
Zu angeberisch fand es das Toilettchen. Zu weh taten die bestaunenden Blicke.
Ich gebe zu, von mit erntete der kleine Raum auch nur noch schiefe Blicke
und allmählich wurde es ihm zu bunt.
Nach einigen gemeinsamen Überlegungen waren wir uns einig.
Er würde mehr Energie und Aufbruchstimmung bekommen.
Mit einem reinem Weiß wollte er für Energie und Aufbruchstimmung sorgen
und mit einem sanften Grau und Cremeweiß ein romantisches Tete-a-tete vermitteln.
Zwischen sich, seinem Anhang und den Besuchern.
In aller Unschuld versteht sich.
Dafür bekam ich die Einwilligung, ihn mit einem gewissen Flair zu versehen.
Es ist oft diese besondere Patina, die mich schon immer fasziniert
und die ich oft bei alten Gemäuern, Holz und bei all den tollen Persönlichkeiten,
die die Magie besitzen, ihre Umwelt zu verzaubern, bewundert habe.
Dieses Austoben und Verändern ist zu einer meiner Leidenschaften geworden,
die ich nicht mehr missen möchte.
Diesmal ging ich die Wände anders an.
Mit zwei verschiedenen Spachtelmassen strukturierte ich die glatten Wände.
Mit meinen bloßen Fingern und Händen zeichnete ich Muster über das Fenster.
Strukturöse Finger - Muster sozusagen.
Langsam veränderte sich der Raum.
Er wurde immer mehr zum Wächter des Lichtes und der Patina.
Doch was dem Raum zum Vorteil kam, wurde meinen Händen zum Verhängnis.
Rau, spröde und rissig präsentierten sie sich.
Handschuhe sind nichts für mich, oh nein und deshalb nehme ich diesen Zustand in Kauf.
Doch meine Kleinen,
die gerne vor dem Einschlafen noch ihre Rückenstreicheleinheiten verlangen,
schreien nicht vor Begeisterung und meine bessere Hälfte,
nun ja, samtige Händchen sind ihm allemal lieber.
Deshalb habe ich mir mein Zitronen-Kokosöl- Peeling angerührt.
Etwas Salz, mit geriebener Zitronenschale und einem bisschen Zirussaft vermischen,
dann das Kokosöl und die Sheabutter, beide kurz erwärmen und flüssig untermixen.
Macht meine Hände wieder streichleweich und lässt meine Beine sommerlich fit erstrahlen.
So kann ich aufpoliert, mein Versprechen weiter einlösen
und dem Räumchen seinen letzten Schliff verpassen.
Das nächste Mal zeigt sich,
ob es dann voll Freude errötet und sich mit dem Örtchen versöhnt.
Noch ist es mein Refugium, doch ich verspreche,
es sorgfältig, mit angenehm sanften Händen, zu behandeln.
Ich wünsche euch viel Freude beim Schmöckern und ausprobieren meine Lieben.
Schicke euch viele, viele Maigrüße und Küsse.
Habt es wonnig und sonnig fein,
ohne verrückte Schneeschauer.
Eure
Manuela




















































