Shabby Chic, Vintage und mehr.


Freitag, 11. November 2016

Die ersten gezuckerten Berge und Kekse in der fertigen Küche.


Meine Lieben, ich soll euch ganz herzlichst von meiner Tochter danken,
 die hin und weg war von euren Komplimenten
 und wie ich, von euren zauberhaften Kommentaren.
 Der Oktober ist lustig ausgeklungen.


Inzwischen ist der November ins Land gezogen mit seinem Nebelmond
und hat hier Berge und manche Täler mit Schneehauben bestückt.
Der allererste Schnee verbreiten immer eine herrliche, aufregende Stimmung im Haus.
Emilian und Sebastians Nasen werden breitgedrückt an Fensterscheiben
 und bevor die Flocken den Boden bedecken, 
sollten alle Schneeanzüge für sie bereitliegen.
Jessas!!!!

 Jedes Jahr aufs Neue erfreue ich mich an ihren ungläubigen Gesichtern,
wenn sie die dicken Flocken bewundern.
Bei den Großen bemerke ich auch das freudige Glitzern in den Augen,
doch herumhüpfen und quietschen ist nicht mehr ihr Ding.

 Und ich, ja ich grinse vor mich hin, 
weil ich genauso glücklich bin über diese wattigen Bäusche, die vom Himmel tanzen,
 während ich mich durch meine weihnachtliche Schatzkiste wühle.
Ja, langsam türmt sich ein Glimmer und Glitzerberg vor mir. 
 
 "Mama!" hallt es dann durchs Haus
 und Hokuspokus, wollen sie mit dem Kekse backen beginnen.

Wie gut, dass meine Älteren mir unter die Arme greifen und helfen
diese unbändigen Wildfänge, die mittlerweilen das Sofa als Trampolin auserwählt haben, 
da die langsame Mama immer noch in ihrer Kiste herumkramt,
anstatt die Schianzüge vom Dachboden zu holen,
mit Keksrezepten in die Küche zu locken.
Küche!!!
Ja, die ist endlich fertig!
Ohne Spüle und Geschirrspüler war letzte Woche Campingfeeling bei uns angesagt.
 Mit der Waschschüssel ab ins Örtchen, um abzuwaschen und Wasser zu holen.
Gott, wie sind wir verwöhnt.
Ich war heilfroh, danach wieder eine Spüle zu besitzen.

Eine alte Spüle, wie sie früher meine Oma besaß.
Eigentlich schwebte mir eine Stein oder  Porzellanspüle vor Augen.
Aus Stein wurde ich nicht fündig, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.
Zu tief für meinen Geschmack. 
Eine weiße Spüle aus Porzellan herrlich...
wie in einem Film spielte ich mir die Szenen durch,
 wie ich stolz darin den Salat abwasche oder....
wie meine Süßen die Töpfe reinstellen und ich....
moment mal, jedes Jahr eine Neue brauchten würde. Bruchgefahr!!
Kopfschüttelnd verabschiedete ich mich von beiden Ideen.
Bei uns kochen und werken groß und klein
und da wünsche ich mir schon etwas Stabileres, was Macken abbekommen darf.
Fast geschenkt ist uns dieses alte, aber noch gut erhaltene, Spülwaschbecken
vor die Füße gefallen.

Genau zum richtigen Zeitpunkt.
Wo hinein?
Ein Tisch musste her, der war aber zu niedrig und so bekam er
 "Tisch-Stöckelschuhe" angepasst und eine Öffnung für das Waschbecken.


Bearbeitet sehen  die Beiden nun so aus!


Eh, ich war nicht beschwipst, falls ihr das denkt, wenn ihr die schiefen Bilder betrachtet.


Phänomenal toll für uns !!

Sogar der Geschirrspüler machte auf Chamäleon und voila,
ich habe meine neue Abwaschspüle.

Gekrönt wird sie von einem alten, verspiegelten Fenster und zwei Schubladen,
 die ebenfalls eine Fensterluke abbekamen und sich dadurch zu Kästchen verwandelten.



Was noch fehlte?
Helligkeit!
Ohne Licht geht es auf der Nordseite einfach nicht,
dafür ist es viel zu duster.
Es dauerte nicht lange und wir fanden die kleine Schwester
 zu den zwei alten Bunkerlampen  an der Decke .
Eine simple  Blumenampel,  die um hundertachzig Grad gedreht, nun perfekt dazu passt.



Sie strahlt, ich strahle....,
mein Schatz strahlt, weil ich endlich zufrieden bin.



Sogar mein altes Rolltischchen kommt wieder zu ehren.
Rolltischchen nicht Rollator wohlbemerkt!


 Gegenüber am Küchenfenster hängten wir eine alte Bank kopfüber unter die
neugestaltete Arbeits und Abstellfläche.
Das garantiert mir Beinfreiheit für Besen und Co
und die Kleinen können sich ihre Teller selber holen

 So habe ich ein  prima Plätzchen von meinem Schätzchen bekommen,
auch fürs Keksebacken ist es super geeignet.
Und gerade dieser gewisse Kekseduft fehlte mir noch fürs Dekorieren.
Dabei sollte ich eh einen Zahn zulegen,
da ich bei der 1. österreichischen BLOGGER-HOMETOUR mitmachen darf.


Vom 21 bis 23 November stellen 15 Bloggerinnen
 ihr weihnachtliches Zuhause vor.
Gerne lade ich euch ein, uns zu besuchen.
Wir würden uns sehr darüber freuen.
Jetzt  muss ich mich aber auf die Socken machen,
um alles fertig zu gestalten.

Habt ein schönes Wochenende,
meine Zauberhaften

Bussi
Manuela

Sonntag, 30. Oktober 2016

Oktoberleuchten und mystisches Finale


Fast über Nacht haben die Bäume ihr Blätterkleid in orientalischen Farben gehüllt.
Safrangelb, Zimtbraun, Sumachrot und dunkles Curcuma schwebt leise zu Boden.


Besonders unser Tulpenbaum könnte sich nicht schöner verabschieden.


Manchmal fegt der Windprinz dazwischen, wirbelt seine Blätter auf und nieder
und siehe, sie gleiten und schweben...ganz in ihren Tanz vertieft wieder zur Erde.

 Und der Luftduft ! Riecht einmal.
Er riecht nach nasser Erde, feuchten Blättern, verwelktem Grünen und

nach einem Hauch vom ersten Reif in frühen Morgenstunden.


Das Oktoberleuchten haben wir ausgenützt,
um büschelweise Blätter zu sammeln, spazieren zu gehen,


 Kastanien kullern zu lassen und unsere Kürbisse in leckeren Speisen zu verwandeln.


Unsere allzeit beliebte Kürbissuppe darf natürlich nicht fehlen.
Diesmal sogar mit Maroninockerln !!
 Der lieben Ines von Eclectic Hamiltion danke ich auch sehr,
für ihre lieben bunten  Karten,
die den Weg zu uns gefunden haben.
So konnte ich auch diese bunten Blätter zum Schreiben verwenden.





Auch wenn es mich oft fröstelt und ich mich gern an warme Tage zurückerinnere,
 ich  mag ihn den Herbst, mit seiner männlichen Note.



 An ihm haftet schon etwas Mystisches und Geheimnisvolles,
denn die Zeit des Gruselns naht .
An Halloween verlangen meine kleinen Schreckgespenster ein paar Spiele und süße Geheimnisse.
 Meine Große zieht mysteriös verkleidet auf rauschende Geisterpartys


 und wir, der Rest der Family verzehren
bei Kerzenschein dunkle Gothiktorten





 und verlangen unsren Tribut an Gänsehaut.


Schrecklich viel Spaß haben ist morgen unsere Devise.
Gruseln erlaubt!

Einen wunderbares, schönes, magisches Oktoberende,
 wünscht euch Lieben,
eure
Manuela

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Frisch gestylt.. ein perfektes Paar für unsere Küche.


Wer aufhört zu träumen, hört auf zu leben.

Wie ihr mich kennt,  träume ich gerne vor mich hin.
 Träume von alten Häusern, in denen jede Stufe knarrt,
von Wänden, die Geschichtenbücher schreiben könnten
und von dunklen Kellern, die Gänsehaut verursachen.
Ja, sogar das Gruseln soll bei mir nicht fehlen.
Aber ganz besonders schlägt mein Herz für alte, große Küchen,
in denen früher emsig gekocht und gebacken wurde.
Dort gab es die riesengroßen Tische fürs Personal,
eine Unmenge an glänzendem Kupfergeschirr und, nicht zu vergessen,
einem Küchenherd, der ständig für warmes Wasser sorgte und vor sich hinglühte.
Diese Räumlichkeiten verströmten mehr Leben,
als die herrschaftlichen Aufenthaltsräume der Besitzer.
Na, die Arbeit die mit diesen Ort verbunden war,
weiß ich wohl, doch zu gern hätte ich einen solch großen Ofen,
der das Kochen für viele Leute ermöglicht.
Bei mir wurde es bisweilen ganz schön eng.
 Da unser Backofen schon längst nicht mehr unter uns weilt
und ich nicht ganz auf meine Träume verzichten wollte,
( die Angebote diverser Hersteller  von Landhausöfen
 hätten unserem Geldbörserl einen ziemlichen Kollaps beschert),
haben mein Schatz und ich selbst einen kreiert.
Nun sind wir stolze Besitzer eines, nein, zweier Öfen.
Einem "Zwillingsofen ".


Gemixt mit dem alten Haupt eines Sofas
(der Unterteil ist schon seit geraumer Zeit ein Teil unseres Fernsehkastens),
 mit einer alten Weinkiste


und einem altem Flaschenkorb.


Alles zusammen  wurde auf unsere alte Tischplatte gestellt,
die sich auch noch sehr gut für die Seitenteile des Ofens verwenden lies.


Damit er genug Platz bekam, mussten andere Küchenteile weichen.


Tränen des Abschiedes gab es keine, schließlich kam ich einem meiner Träume näher. 
Vorallem weg mit der Abzugshaube, die mir schon manche Beule verursacht hat.
 
 Nun steht er, groß und mächtig, Schicksals trächtig, vor mir 
und ich habe nun keine, wirklich keine Ausrede mehr,
dass der Herd schuld daran wäre,
 wenn das Essen mies schmeckt.
Aber das nehme ich gerne in Kauf.

Was hat sich noch getan?

  Den Tisch unter meinem Küchenaufsatz tauschten wir mit der langen Anrichte
 mit den vielen, vielen herrlichen Schubladen aus .


Und unsere alte ehrwürdige  Kredenz, die unsere Vorräte beherbergt,
verlangete nach einem hübschen Hintergrund.
Gut gestempelt ist halb gewonnen dachte ich,
machte ich mich ans Werk und stempelte was das Zeug hält.
Ich verwendete eine meiner Musterwalzen,
die ich zerschnitten auf ein Stück Holz genagelt habe.


Funktioniert prima.
Damit es aber auch nach etwas aussieht und zum Schluss
 keine zu großen oder zu kleine Abstände entstehen,
bitte vorher ein bisschen das Muster durchgehen.



Sind wir fertig?
Ein bisschen hab ich noch.

 Hinter diesen Flügeln verbirgt sich..... ja,
genau....mein
 Putzkämmerchen.
Früher eine Tür...jetzt der Hüter für Besen und Co.
Alles fein beieinander...das liebe ich.

 Ja, und den Großen, den kennt ihr ja schon...den Kühlschrank


Sind wir jetzt fertig?
Noch immer nicht ganz.
Mit der Spüle stehen wir noch auf Kriegsfuß.
Meinem Schatzi verursache ich damit Alpträume. 
Nicht wahr?
Ich meine an ein gewisses Verzweiflungspotental
  sollte er sich nach 25 Jahren Ehe schon gewöhnt haben.
Die Wünsche einer Frau sind eben tiefgründig und fast unmöglich.
Ich schreibe fast, denn siehe mein Lieber, den Ofen haben wir doch auch hinbekommen 
und ich glaube, der ist nicht von schlechten Eltern.
Aber überzeugt euch selbst, wie es nun bei uns aussieht.
Jedenfalls zur Hälfte *g*

Ich bin happy, dass sich ein Fenster zu meinen Träumen geöffnet hat
und ich lasse es weit offen.
Meine unsichtbare Triebfeder liegt bereit, damit ich sie aufschreiben kann,
denn aussperren will ich sie niemals.
Meine Besten lasst euch von euren Träumen leiten...
auch in den eigen vier Wänden.
Experimentiert und spiegelt eure eigene Fantasie wider.
Es ist so schön, dass ihr immer wieder an meiner Freude teilnehmen wollt.
Das macht mich immer sehr glücklich.
Habt recht herzlichen Dank dafür.
Eure 
Manuela