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Donnerstag, 20. August 2015

Spätsommer mit dem Duft des Waldes und beerige Grüße aus dem Garten.

Am Tag als der Regen kam und die große Hitze ablöste, 
die Erde durstig das Elixier des Lebens aufsaugte 
und die Sicht auf die Glasmenagerie freigab, atmete ich auf.
 


 
Wie sehr ich auch die sonnigen, sehr, sehr warmen Tage genossen habe, 
die Nächte liebe ich eine Spur kühler und deshalb begrüßte nicht nur die Natur, 
sondern auch ich, die glitzernden Wasserperlen und die kühlere Luft.

 
Bei einem Waldbesuch begegneten uns filigran gesponnene Spitzennetze,


aufgereihte Wasserperlen marschierten in einer Gänsereihe die Grashalme entlang

und von hungrigen Mäulchen fabrizierte Lochstickereien ließen den Blick in den Himmel gewähren.


Winzig kleine Fröschlein hüpften erfreut über die feuchten Gummistiefel


 und wie ein rotes Zepter leuchteten reife Aronbeeren zwischen den Waldsträuchern hervor.

.
Hie und da bemerkte ich ein schelmisches Zwinkern.
Noch gut versteckt, aber überall zu spüren, der Herbst setzt seine Zeichen.




Frisches Grün vermengt sich mit gelben Blättern .




 Die Reife des Sommers ist bemerkbar.


 Schwer hängen die Brombeeren von den Sträuchern.  
Himbeeren und Blaubeeren verschmieren in Nu die Münder und Fingerchen blau.
Geschmiert wird heute auch bei mir.

Sommerlippen vom Beerenstrauch.
  Ich zeige euch heute eine fruchtige Lippenpflege aus dem Garten .

Fruchtig- himbeerig, leicht zitronig schmeckt dieser Lippenbalsam und verwöhnt auch Kinderlippen. 
Für das Rezept braucht man frisches reifes Himbeermark ohne Kerne.
Man kann auch Blaubeeren, Brombeeren u.a. verwenden.
Dafür 1-2 El Beeren, in diesem Fall Himbeeren,
 mit einem Löffel durch ein feines Sieb pressen und in einem Glas das Mark auffangen.
Für die Zutaten benötigt ihr: 50ml Öl( neutral) ich verwende Sheabutter oder Kokosöl.
7g Bienenwachs (weiß) aus der Apotheke, und das Beerenmark

Öl und Bienenwachs in einem Topf erwärmen, bis sie flüssig werden. 
Vom Herd nehmen und vorsichtig das Himbeermark unterrühren. 
Vorsicht das Öl kann spritzen!!!!
Mit einem Kaffeeschäumer oder kleinen Schneebesen alles aufschlagen, 
bis sich alle Zutaten homogen verbinden. 
In ein passendes Gläschen füllen und erkalten lassen.
 Circa drei Monate im Kühlschrank haltbar, bei Zimmertemperatur ein Monat.







Nicht nur himbeerige Küsschen gibt es, sondern auch für Süßschnäbelchen 
kleine Windbeutelchen mit Brombeeren.





Betonung auf klein.


Das war eine reine Odyssee im Land der Windbeutel.
Da liest man ein Rezept, so wundervoll und lecker. 
Brav halte ich mich an die Angaben, so wie es sein soll.
Erster Versuch. Zu weich. Statt Beutelchen, Fladenformen, 
die zwar lecker waren, aber eindeutig Ufo-Ausmaße hatten. 
Nö, nicht mit mir.


 Also der zweite Anlauf, bis zu einem Punkt perfekt. 
Plus Eier, dasselbe Ergebnis. Der Teig ist zu weich. 
Noch ein gebrannter Versuch und die Masse von vorher mische ich dazu 
( wer will schon was vergeuden.) Super! 
Der Teig hat die Reißfestigkeit und lässt sich toll auf das Backblech spritzen.
Leider ist das Volumen auf Blechhöhe geblieben 
und statt aufgetürmte Windbeutel
 wurden es kleine knusprige Brombeer- Schokokokoscreme gefüllte Miniwindchen.
Trotz allem sehr lecker und ratzfatz weg.
Ja, wer eine Meute besitzt muss eine Menge haben.:)))


Ein Stückchen Wald, gemischt mit dem schönem Wilden. 
Seidenzarter Himbeerbalsam und ganz gesittet die dunkle Brombeerschönheit im Minikleid.
 Eine Reise durch meinen heutigen Tag,den ihr hoffentlich genauso genießen könnt wie ich.
Ein Spätsommer mit seiner eigenen Würze, greift zu und lasst euch verführen, das wünsche ich euch nun meine Lieben und  danke für eure Hingabe und Treue.
Eure

 Manuela
 


Kommentare:

  1. Hallo Manuela,
    was für erfrischende Fotos aus dem Wald.
    Das Rezept für die fruchtige Lippenpflege ist toll und werde ich vielleicht mit meiner Tochter ausprobieren.
    Liebe Grüße, Petra

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    1. Liebe Petra,
      meine Mädls sind auch schon fleißig beim Schmieren. Schön, dass du bei meinem kleinen Waldspaziergang erfrischt wurdest.
      Liebe Grüße und schönes Wochenende
      Manuela.

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  2. Ich freue mich auf den Herbst . Der Sommer ist toll . Aber wenn er so warm ist , dann ist mir das schon echt zu viel . Tolle Rezepte , vielen Dank dafür
    LG heidi

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    1. Hallo Heidi,
      nach diesem "Jahrhundertsommer" sehnte ich mich wirklich schon auf ein paar Tage Regenauszeit und ein wenig Abkühlung. Jetzt genieße ich den kommenden Spätsommer und seine Temperaturen.
      Schöne Grüße und ein tolles Weekend.
      Manuela

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  3. ganz tolle Impressionen hast Du da eingefangen!

    Und zu den Windbeuteln: als ich das eben gelesen habe, viel mir wieder ein, meine erste Schwiegermutter, die konnte damals Eclairs und die sind ja auch eine Wissenschaft und die meinte damals immer, dass es lange Übrung braucht, um solch einen Teig hinzubekommen. Und wenn Deine Teilchen geschmeckt haben, dann hast Du doch schon einen großen Erfolg erzielt!
    Viele Grüße, Jacqui

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    1. Liebe Jacqui,
      am Üben solls nicht liegen, solange sogar meine verunglückten Windgebäcke verspeist werden. Vielleicht werde ich mich auch an die Liebesknochen heranwagen und bis ich Schwiegermutter werde habe ich noch etwas Zeit zum Versuchen.
      Ganz liebe Grüße
      Manuela.

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  4. Sag mal, was sind das denn für grandiöööse Ideen. Klasse!!! Und solche Bilder, hoii...
    Vielen Dank für´s Teilen - Deine Méa, die gerade sehr seltsame Dreharbeiten macht, ooooiiii... bald gibt´s was...

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    1. Liebe Mea,
      ja etwas Pflege braucht die Frau. grinssss. Mit euch macht das Teilen Freude und bin schon auf deine Theaterszenen gespannt. uiuiuiui.
      Bis dahin viel Spass beim Drehen und alles Liebe
      Manuela

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  5. Manuela, hätte der Regen gewusst, zu was für eine Ehre er bei Dir käme – wäre er noch länger zu Besuch geblieben... Wundervoll, was Du aus ihm gemacht hast, mittels Kamera und Wort.
    Etwas, was in Augen vieler als „normales“ gesehen - Regen - zu einen Naturwunderwerk zu erheben und zu einen Farben-und Sinnenspektakel, nenne ich Kunst reich zu sein! Reich an Phantasie, in einem Regentropfen oder fallenden Blatt, Besonderes zu sehen! Und so wundervoll ist Dein Post, danke :)) Alles Liebe Dir, Deine Grażyna

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    1. Liebe Grazyna,
      deine wunderbaren Zeilen perlen nicht wie Regen bei mir ab, sondern ich sauge sie auf, wie die trockene Erde. Danke für deinen herrlichen Kommentar, er hat mich sehr berührt.
      Viele, viele Grüße und ein wunderschönes Wochenende
      deine Manuela

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  6. Hmmmm, liebe Manuela - Beeren!!!! Ich hab heute auch schon Brombeeren genascht - im Wald auf einer Lichtung - die kann man doch da nicht einfach vergammeln lassen. Traumhafte Spätherbstbilder!!! Ja, schön langsam zeigt die Natur ihre Vergänglichkeit - und auch das hat ihren ganz besonderen Charme!
    Hab eine feine Zeit
    Elisabeth

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  7. Liebe Manuela,
    was für ein Beitrag...ich bin begeistert von deinen Worten und Bildern. Auch mir ist aufgefallen, dass der Herbst mit großen Schritten auf uns zu kommt und ein wenig wehmütig schaue ich auf den viel zu kurzen und da wiederum zu heißen (zumindest für mich) Sommer. Der Herbst und auch der Frühling sind für mich die schönsten Jahreszeiten in der Natur, gerade da merkt man den Wandel besonders. Ich mag den Geruch im Herbst sehr und darauf freue ich mich, wenn auch noch mal auf etwas mehr Sonnenschein als im Augenblick.
    Auf meinen Heimweg und Schulweg meines Jüngsten wächst ein riesiger Brombeerenstrauch. Jeden Tag naschen wir. Die wir nicht erreicht haben, sind leider durch die Hitze vertrocknet :-(
    Danke für diesen wunderschönen Beitrag und sei lieb gegrüßt von Stine

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